Was früher – etwaige Trekkies müssen mir jetzt verzeihen – ein Inbegriff des Geektums war, ist nun zu einem trendigen Blockbuster mutiert, der sich spielerisch an die Spitze der US-Kinocharts setzen konnte und dabei vor allem jene Marktsegmente für sich gewinnen konnte, die man mit dem Franchise Star Trek nicht auf den ersten Blick assoziieren würde: Teenager. Vater des Erfolgs ist JJ Abrams, der aktuell scheinbar alles anfassen kann, um es wenig später in finanzielles Gold zu verwandeln. Während sich die Amerikaner aktuell also mit Warp 10 in den Hypehimmel schaukeln – faszinierend, wie sich da die einzelnen Blogs gegenseitig überbieten – betrachten wir einmal nüchtern die Zahlen. Jene sind mit $ 75,20 Mio. auch beeindruckend, hat sich Star Trek anno 2009 damit sofort an die Starteinspielspitze der Reihe setzen können und da man am Donnerstag auch schon $ 4 Mio. in Premieren umgesetzt hat, sind insgesamt $ 79,20 Mio. auf dem Konto. Dass der Film am Ende auch insgesamt die erfolgreichste Auskopplung des Franchises sein wird, ist kein Geheimnis. Interessant ist da eher, was am Ende in den Büchern stehen wird und da die Marketingformel scheinbar aufgeht, könnten es auch $ 200+ Mio. werden.
Jenen Wert wird Fox jedenfalls nicht mehr erreichen können mit X-Men Origins: Wolverine, der von der o.g. Konkurrenz ordentlich einen auf die Mütze bekommen hat und vor Schreck 68% einbüßen musste. Das bedeutet, dass am zweiten Wochenende nur noch $ 26,41 Mio. für den Film übrig waren und man daher “erst” $ 129,03 Mio. auf dem Konto hat. Da reicht ein Blick um erkennen zu können, dass die Lücke inzwischen zu groß ist. Schlußendlich wird man sich wohl irgendwo zwischen dem allerersten und zweiten Teil einreihen. Nichtsdestotrotz scheint das Ergebnis für das Studio ausreichend genug zu sein, um ein Sequel und ein Spin-Off zu entwickeln. Wenn das mal nicht einfallsreich ist.
Für Ghosts of Girlfriends Past lief es in der zweiten Woche schon etwas besser, muss man hier nur mit 30% Einbruch kämpfen und kann ein bisschen Boden gutmachen. Neuerliche $ 10,26 Mio. fließen in die Kriegskasse, die mit $ 30,05 Mio. aber auch nicht übermäßig gefüllt ist. Auch bei den RomComs sollte man eben mit halbwegs interessanten Geschichten aufwarten, um noch genügend Leute in die Kinos locken zu können.
Das kommende Wochenende steht dann wieder ganz im Zeichen großer Verschwörungen, schickt Sony doch Angels & Demons ins Rennen, der natürlich wieder mit dem üblichen sinnlosen Geschwätz aus dem Vatikan bedacht wurde und so schon für Schlagzeilen in den üblichen Gazetten sorgte. Es wird wohl wieder ein Wechsel am Platz an der Sonne stattfinden.